Wandern · Natur · Sportlich
Hochwildstelle (2.747 m) – Aufstieg über die Hans‑Wödl‑Hütte
ca. 9:00 h (Hin & Retour), rund 16 km und 1.600 Hm · schwer · ideal für 1–8 Personen · Kostenlos10,7 km
Diese Königstour in den Schladminger Tauern führt dich vom Steirischen Bodensee über die Hans‑Wödl‑Hütte und die Neualmscharte bis zum 2.747 m hohen Gipfel der Hochwildstelle. Der Routenverlauf vereint stille Seen, rauschende Wasserfälle und eine kernige Gipfeletappe mit kurzen ausgesetzten Passagen. Kondition, Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind Pflicht; wer die Tour auf zwei Tage mit Hüttenübernachtung ausdehnt, erlebt den Berg besonders entspannt. Der Start- und Zielpunkt befindet sich am Parkplatz Steirischer Bodensee im Seewigtal – ein aussichtsreicher Klassiker für ambitionierte Berggeher.
Route & Schwierigkeit
Vom Parkplatz geht es in wenigen Minuten zum Steirischen Bodensee und weiter am markierten Steig zur Hans‑Wödl‑Hütte am Hüttensee. Über den Obersee steigt der Weg steiler an, quert Felsstufen und erreicht die Neualmscharte. Danach folgst du dem felsigen Grat über die Kleine Wildstelle; kurze ausgesetzte Stellen erfordern volle Konzentration. Der Schlussanstieg führt über Blockwerk zum Gipfel der Hochwildstelle. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Aufgrund der Länge und der alpinen Abschnitte ist die Tour nur für trittsichere, schwindelfreie und ausdauernde Bergsteiger geeignet.
Seen, Wasserfälle & Panorama
Die Tour bietet außergewöhnliche Naturschauspiele: das smaragdgrüne Wasser des Bodensees, der Schleierwasserfall über der Hütte und die stille Stimmung am Obersee. Oberhalb öffnet sich der Blick immer weiter – vom Dachsteinmassiv über die Schladminger Tauern bis hin zum Ennstal. Am Gipfel wartet ein 360‑Grad‑Rundblick, der die Anstrengung mehr als belohnt. Frühmorgens und am späten Nachmittag sind Licht und Stimmung besonders eindrucksvoll – perfekt für Fotomotive an den Seen und entlang der Gratpassagen.
Sicherheit & Ausrüstung
Starte zeitig und prüfe Wetter- und Schneelage. Erforderlich sind feste Bergschuhe, Wetterschutz, warme Schichten, Sonnen- und Hitzeschutz, ausreichend Wasser und energiereiche Verpflegung. Stöcke helfen in den steilen Passagen, für frühe Saison können Leichtsteigeisen hilfreich sein. Nimm Karte/GPS mit und beachte, dass am Grat kurze ausgesetzte Stellen volle Trittsicherheit verlangen. Bei unsicheren Verhältnissen oder fehlender Erfahrung brich rechtzeitig ab oder wähle eine kürzere Alternative.
Einkehr & Hüttenleben
Die Hans‑Wödl‑Hütte am Hüttensee ist ein idealer Stützpunkt für Rast oder Übernachtung. Hier genießt du regionale Küche mit Blick auf Wasserfälle und die Felskulisse der Hochwildstelle. Für eine entspannte 2‑Tages‑Variante empfiehlt sich eine Reservierung. Beachte Öffnungszeiten und mögliche Ruhetage, besonders in der Vor- und Nachsaison. Bargeld mitnehmen und Müll wieder mit ins Tal nehmen – so bleibt das Hochtal intakt.
Anreise & Öffis
Mit dem Auto erreichst du den Start über die B320 (Abfahrt Aich/Gössenberg) und die Mautstraße ins Seewigtal; parke am Wanderportal beim Seewigtalstüberl. In der Sommersaison verkehrt der Planaibus (Linie 976) bis zur Haltestelle „Steirischer Bodensee“, wodurch sich die Anreise auch ohne Auto gut planen lässt. Wer mehrere Tage in der Region verbringt, profitiert zudem von der Schladming‑Dachstein Sommercard mit zahlreichen Mobilitätsvorteilen.
- Drei-Seen-Kette: Bodensee, Hüttensee & Obersee
- Schleierwasserfall und Bodenseewasserfall
- Neualmscharte & Kleine Wildstelle (Gratpassagen)
- Weitblick vom Gipfel der Hochwildstelle
Tipp: Plane die Tour als 2‑Tages-Unternehmen mit Übernachtung auf der Hans‑Wödl‑Hütte – reservieren lohnt sich.
Anreise: Ab Schladming Zentrum via B320 bis Abfahrt Aich/Gössenberg; über die Mautstraße ins Seewigtal bis Parkplatz Steirischer Bodensee (ca. 25 Min./17 km). Im Sommer fährt der Planaibus (Linie 976) bis „Steirischer Bodensee“.
Preis: Die Tour ist kostenlos; ggf. fallen Maut-/Parkgebühren im Seewigtal an. Einkehr/Übernachtung extra. Stand: August 2026.
Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026
tourenverlauf.
10,7 kmLuftlinie vom winter.gartenTour auf bergfex ↗Google Maps ↗
häufige fragen.
Für wen ist die Tour geeignet?
Für sehr konditionsstarke, trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger mit alpiner Erfahrung. Nicht als Einsteiger‑ oder Kinderwanderung geeignet.
Wann ist die beste Zeit?
Je nach Schneelage von späten Frühling bis Herbst. Frühsommer und Herbst bieten oft klare Sicht; Altschneefelder sind möglich.
Kann ich die Tour auf 2 Tage aufteilen?
Ja. Eine Übernachtung auf der Hans‑Wödl‑Hütte entspannt den Zeitplan und steigert das Naturerlebnis. Reservierung empfohlen.
Gibt es öffentliche Anreise?
Im Sommer fährt der Planaibus (Linie 976) bis „Steirischer Bodensee“. Außerhalb der Saison ist die Anreise mit Öffis eingeschränkt.
Sind Hunde erlaubt?
Grundsätzlich ja, jedoch sind steile, steinige und teils ausgesetzte Passagen zu bewältigen. Leine und Pfotenschutz empfohlen; Rücksicht auf Weidevieh.
Welche Alternativen gibt es?
Kürzer ist die 3‑Seen‑Tour zur Hans‑Wödl‑Hütte. Anspruchsvoll ist auch die Überschreitung/Variante via Preintalerhütte.





